Nach einem echt tollen Tag im Yosemite, stand heute eine sehr lange Fahretappe auf dem Programm. Bevor wir aber gestartet sind, gab es noch Frühstück im Hotel mit allem was das amerikanische Herz begehrt. (Pancakes, French Toast, Würstchen, Bacon und Bratkartoffeln)
Gut gestärkt haben wir uns auf den Weg zum Sequoia Nationalpark gemacht.
Gegen mittag haben wir Fresno passiert und uns für die geplanten zwei Tage in einer Berghütte mit Proviant eingedeckt. Als wir uns dann wieder auf den Weg machen wollten, fiel unser Blick auf einen Wendy´s Burger, eine Kette die uns im vorhinein schon empfohlen wurde und wir uns auch vorgenommen haben einmal im Wendy´s zu essen. Für Fastfood schon wirklich gut müssen wir sagen.
Damit wir heute nicht nur Highway fahren, hatte ich extra eine Strecke herausgesucht durch die Berge. Kein so gute Idee von mir…irgendwo haben wir wohl eine Abfahrt verpasst und uns komplett verfahren. Die Straßen wurden immer enger und die Menschen die hier leben scheinbar auch immer spezieller. Schilder häuften sich an den Toren zu den Grundstücken mit der Aufschrift „Zutritt verboten! Bei betreten wird geschossen!“
Nach einem Umweg von gut einer Stunde oder vielleicht auch ein wenig mehr, waren wir endlich wieder auf der richtigen Straße angekommen. Hier haben wir dann erstmal die Kreuzung gesucht, um zu unserer Berghütte zu kommen. Als wir sie gefunden haben der nächste Schock, von hier aus ging es noch 21 Meilen den Berg hoch, für die wir knapp 1 1/2 Stunden gebraucht hatten. Hier konnte man aber schon ab und an erahnen wie gigantisch die Bäume im Sequoia sein müssen. Die Straße war sehr eng und ging auf der einen Seite echt steil bergab. Lena hatte echt schiss.
Endlich angekommen, es war inzwischen schon 19.30 Uhr, stellten wir unser Auto ab und checkten ein. Unser erster Blick fiel aber gleich auf einen jungen Mann der vor einer Hütte am Handy saß, denn er trug einen Kopfschutz mit einem Fliegengitter…na toll!
Die Frau hinter der Rezeption erwähnte auch noch nebenbei, ich zitiere: „Welcome […]there will be no electricity […] Keep the door closed or the bears will enyoi your kitchen!“
Eine Aussage die uns sehr viel Mut machte für die Nacht. Ausgerechnet heute waren beide Handys leer und die einzige Möglichkeit zu laden war eine einzelne Steckdose am Haupthaus.
Schnell in der kleinen Hütte die Petroleumlampe angemacht und ein Feuer vor der Hütte, damit wir etwas Licht haben und die Möglichkeit etwas zu „kochen“.
Am Feuer sitzend haben wir dann angefangen uns Gedanken zu machen, wie unser nächster Tag laufen soll. Um in den Park zu kommen müssten wir am nächsten morgen 1 1/2 Stunden die Horrorstrecke wieder runter fahren, um dann noch knapp 45 Minuten im Park selber zu fahren. Das selbe Spiel dann Abends wieder um zur Hütte zurück zu kommen. Da es dann übermorgen nach San Francisco gehen sollte, was auch wieder eine gigantische Etappe war, haben wir uns entschlossen eine Nacht in der Hütte ausfallen zu lassen und ein Motel 6 zu buchen, das bereits auf dem Weg nach San Francisco lag. Das Geld war unserer Meinung die Zeitersparnis mehr als wert! Am nächsten morgen auch noch mehr…Lena war halb erfroren und hatte aus Angst vor den Bären auch kein Auge zugemacht.
