Heute startet die letzte Etappe unserer Rundreise. Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf dem Pacific Highway No. 1 von San Francisco zurück nach Los Angeles. Es soll eine der schönsten Strecken der Welt sein. So viel vorab, sie ist wirklich traumhaft…hohe Klippen, der raue Ozean und große Strände zum Surfen.
Wir verlassen also heute San Francisco und machen uns auf den Weg zu unserem Tagesziel San Simeon. Kaum haben wir San Francisco verlassen und sind auf die One aufgefahren ging es zum Frühstück…hier konnte man das raue Meer schon sehen und sich ein Bild davon machen, was noch auf uns zukommen sollte. Gefrühstückt haben wir in einem kleinen Diner, der heute morgen schon brechend voll war und wir unsere Namen wieder auf eine Tafel am Eingang schreiben mussten um einen Platz zu bekommen. Das warten hat sich aber definitiv gelohnt…wieder mal ein gelungenes Frühstück.
Weiter ging unsere Fahrt über den Kurvigen Highway direkt am Pazifik entlang nach Monterrey. Ein kleines Örtchen, welches uns sehr gut gefallen hat mit einer Strandpromenade und vielen kleinen Läden. Hier hab ich mir auch ein T-Shirt gekauft und wir haben auch gleich Mittag gegessen, nachdem wir hier etwas Zeit mit bummeln verbracht hatten. Lena hatte gebackenen Fisch mit Pommes und ich eine Art Krabbensuppe direkt aus dem Brot. Beides war lecker und ein guter Snack für zwischendurch.
Nachdem wir wieder zu unserem Auto gewandert sind, setzten wir unsere Fahrt fort. Von hieran war es immer etwas nebelig und man roch das Feuer des Waldbrandes, welcher nun schon seit Wochen in den Wäldern herrschte. Der ganze Weg war gesäumt mit Plakaten der Bewohner der kleinen Ortschaften, die den „Firefightern“ für ihre Arbeit dankten. Es wurden ganze Camps für die Feuerwehrleute eingerichtet mit unzähligen Löschfahrzeugen und Zelten. Wir haben natürlich auch hin und wieder gestoppt, da die Sonne durch den Rauch und dem Feuer extrem rot erschien und ein tolles Fotoobjekt abgab. Es war wirklich sehr schön die Strecke zu fahren, aber es gibt nicht viel zu erzählen außer hohen Klippen, Wellen, Ozean und Nebel.
Ein Highlight war noch der „17 Mile Drive“, ein Rundweg durch ein abgesperrtes Gebiet für die reichen und schönen. Hier gab es direkt 4 komplette Golfplätze auf engstem Raum…unter anderem auch einen der bekanntesten der Welt, den Pebble Beach Golf Cours. Hier mussten wir stoppen, ich wollte einfach mal einen Blick riskieren. Ein weiteres Highlight auf diesem Rundweg war die „Lone Pine“. Eine Pinie die alleine auf einer Klippe steht. Hat uns jetzt nicht so vom Hocker gehauen, ist aber auf jedem Prospekt des Drives auf dem Titelbild.
Nach dem Rundweg führen wir wieder auf die One auf und setzten unserer Reise fort. Es wurde jetzt auch schon langsam dunkel und wir erreichten unser letztes Ziel bevor wir in San Simeon ankommen. Ein Strandabschnitt, auf welchem jedes Jahr Seeelefanten leben. Gigantische Tiere mit einem ebenso gigantischem Gestank, dennoch sehr faszinierend, wenn man due Seeelefanten in freier Wildbahn sieht. Noch ein paar Fotos gemacht bevor wir die letzten Meilen nach San Simeon gefahren sind.

Hier haben wir dann in unser Motel eingecheckt, unsere Klamotten ins Zimmer geräumt und essen gegangen. Das Essen war ganz ok, hat uns aber nicht von den Socken gehauen, dafür aber die angrenzende Bar. Hier war heute Karaoke…geleitet von einem Elvis Presley Imitator und seiner Schwester, die das ganze Programm noch immer mit CDs gemeistert haben. Gefühlt 1000 Lieder und ein paar Hundert CDs hatten sie im Inventar. Nachdem der Elvis uns gefühlt 20 mal gefragt hat, ob wir nicht auch singen wollen und 3 Gin Tonic später ging es für mich auf die Bühne. Zuerst 1 Duett mit ihm zusammen, später ein Elvis Lied alleine und zum Abschluss des Abends und weitere Gin Tonics später gab es Nena mit „99 Luftballons“.
Ein wirklich gelungener und sehr lustiger Abend ging zu ende und ein neuer Tag beginnt.
Mit schweren Augen ging es zum frühstück, bevor wir unsere Reise nach Los Angeles fortsetzten. Man merkte gleich, dass wir der Stadt näher kamen…riesige Sandstrände, blauer Himmel und Sonnenschein.
Wir passierten Malibu mit seinen Stränden die kein Ende kennen und den traumhaften Villen direkt am Pazifik gelegen mit direktem Zugang zum Strand.
Ich denke, daran könnte man sich gewöhnen. Ein paar Meilen weiter stoppten wir dann auch, wir haben ein Etappenziel von heute erreicht…den Venice Beach. Ein riesiger Strand mit Menschenmassen alles Arten. Ich weiß nicht, ob wir schon mal so viele verschiedene und verrückte Menschen auf einem Haufen gesehen haben. Alles war bunt, ein Laden neben dem Nächsten an der Promenade. Hier haben wir auch einiges an Zeit verbracht. Wir waren am Strand, an den Half-Pipes, die man wohl kennt und an Arnies alter Trainingsstätte dem Muscle Beach.
Weiter ging es dann gegen Abend nach Hollywood zu unserem Hotel, welches direkt am Hollywood Boulevard lag. Was für eine Bruchbude…aber für unseren letzten Abend ausreichend. Hungrig gingen wir los auf der Suche nach einem Inder, welcher laut Yelp eine gute Bewertung hatte. Dort angekommen sah der Laden nicht so einladend aus, aber direkt daneben hatte ein neuer Japaner eröffnet der sehr gut aussah. Es gab ausschließlich Ramen, eine Spezialität des Landes. Naja was sollen wir sagen…ich denke, dass es das letzte mal Ramen in unserem Leben war. Eine Art Suppe mit einem Ei und keine Ahnung…einfach iwie nicht lecker und eklig. Wir lassen uns aber heute nicht die Laune verderben. Wir gingen nochmal etwas über den Walk of Fame bevor wir unsere letzte Nacht in Amerika verbracht haben.
Am nächsten morgen hieß es dann ab zum Flughafen, Mietwagen abgeben, einchecken und alles nochmal Revue passieren zu lassen. Ein toller Urlaub mit sehr viel Programm und ebenso vielen tollen Eindrücken und unvergesslichen Momenten.
Unser Flug ging pünktlich los und wir flogen über Zürich zurück nach Düsseldorf…Home Sweet Home!
