Als erstes haben wir, nachdem wir aufgestanden sind, alles gepackt und die Taschen zusammen gestellt.
Jetzt hieß es für uns noch schnell frühstücken, bevor uns das hoteleigene Shuttle-Car wieder zurück nach Da Nang gebracht hat.
Wir hatten heute eine Zugfahrt von knapp 7 Stunden vor uns. Der vermeintliche Schnapper von 3 € pro Person in einer 6er Schlafkabine stellte sich schnell als „Fehler“ heraus. Das nächste Mal werden wir wohl etwas mehr zahlen. Aber eine unvergessliche Erfahrung haben wir dazugewonnen. 😉
Bevor wir aber in den Zug eingestiegen sind, hatten wir noch knapp eine Stunde Wartezeit am Bahnhof, die dank Wifi und Lena leicht zu überbrücken war.
Den Toilettengang am Bahnhof kann ich jedem nur empfehlen! Der Boden ist nass und man darf die Toilette nicht mit seinen eigenen Schuhen betreten, sondern eines der Paare benutzen die vor der Toilette bereit stehen. Super! 🙂 NICHT!
Im Vergleich zur Zugtoilette war das aber der reine Luxus.
Endlich im Zug angekommen, haben wir uns auf die Suche nach unserem Abteil gemacht. Wir hatten zwei Betten direkt übereinander. Ok, Betten konnte man es nicht nennen, sagen wir es waren Bretter mit Decken. Von den 6 Betten im Abteil waren insgesamt 5 belegt. Wir hatten aber keinen Touristen in unserem Abteil, sondern nur Einheimische.

Die Decken waren benutzt, das Abteil nicht sauber und von der Toilette fange ich besser erst gar nicht an.
Das größte Problem der Fahrt war allerdings, dass es keine Möglichkeit gab sich zu setzen, da die Betten so dicht übereinander waren das man nur liegen konnte. Das Highlight war aber die Aussicht neben der Strecke. Es war ein Abschnitt des sogenannten „Wolkenpasses“. Berge, Strand, Meer, Urwald…das war wieder wirklich beeindruckend und weckte die Vorfreude auf den Nationalpark.


In Dong Hoi angekommen, waren wir froh den Zug nach 7 Stunden endlich zu verlassen. Der Fahrer von unserem Homestay stand auch schon bereit und so ging es weitere 45 Minuten mit dem Auto nach Phong Nha.
Hier konnte man gut erkennen, dass die Vietnamesen mit dem Tourismus noch in den Anfangsschuhen stecken. Überall wurde gebaut und ein Homestay/Hostel jagte das andere.

Heute haben wir noch nicht viel vom Nationalpark gesehen. Im Homestay angekommen haben wir uns zwei Fahrräder gemietet und sind erst ein wenig am Fluß entlang geradelt, bevor es in die „City“ ging um eine Kleinigkeit zu essen.
Hier haben wir uns ein Gericht geteilt, da wir heute Abend alle zusammen (die Familie und die Backpacker) im Homestay essen.

Es gab mehrere kleine Gerichte von denen man nehmen konnte was man wollte und einen selbstgemachten Reiswein. Alles in allem ein leckeres und ein sehr gelungener Abend, der nach dem Essen mit noch ein paar Runden Billard und dem ein oder anderem kühlen Bier abgerundet wurde.
Im laufe des Abends buchten wir uns auch eine Tour für den nächsten Tag durch zwei der unzähligen Höhlen hier im Nationalpark.

Kurz vorm Schlafen haben wir dann noch unser Zimmer nach Mücken abgesucht. Lediglich zwei waren im Zimmer, die jedoch nicht alt geworden sind.
Als besonderen Gast hatten wir aber einen Gecko im Zimmer, der nach Aussage von unserem Gastgeber ein Glücksbringer ist.
Dann ist ja alles gut. Bis morgen!
