Tag 8 – Tagestour mit dem Bus durch Höhlen im Phong Nha Ke Bang Nationalpark

Nach einer kurzen Nacht sind wir heute um halb 7 aufgestanden um zu frühstücken. Zwischen halb 8 und 08.00 Uhr werden wir zu unserer heutigen Tagestour abgeholt.

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Kaum im Bus sitzend, wurde uns bereits alles an Informationen für den heutigen Tag gegeben. Wir starteten mit der Paradise Cave, Asiens längster Trockenhöhle, um anschließend am Nachmittag die Phong Nha Cave zu besichtigen, die nur durch eine Bootsfahrt zu erreichen und auf dem Bötchen zu durchqueren war.

Jetzt ging es aber erstmal zur Paradise Cave! Mit dem Bus fuhren wir durch den Nationalpark um zur Höhle zu gelangen. Die Fahrt dauerte in etwa 40 Minuten, die durch die tollen Ausblicke auf die Lambstones und Wälder aber wie im Fluge vergingen.

Auffallend in dieser Region war, dass jedes Dorf Kirchen hatte und es Friedhöfe gab. Hier konnte man den französischen Einfluss besonders gut erkennen.

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An der Höhle angekommen wurde uns ein Ticket ausgehändigt für den Eintritt und die fahrt mit dem Golfbuggy bis zum Anstieg, welcher uns zu einem der 3 verschiedenen Höhleneingänge bringen sollte.

Wir können euch sagen, dass der Anstieg schon recht sportlich war, was die Warnschilder erklärte, auf denen stand, dass Menschen mit Herzproblemen diesen nicht gehen sollten. Nach ca. 20 Minuten kamen wir aber nassgeschwitzt oben an und freuten uns auf die Höhle.

Bevor wir aber tiefer in die Höhle eingedrungen sind, genossen wir kurz die Aussicht vom Berg über den Nationalpark. Selbst ohne Höhle hätte sich dieser Aufstieg gelohnt!

Wir hatten jetzt Zeit, die Höhle auf eigene Faust zu erkunden. Es gab einen Weg den man gehen musste, der uns gut 1 Kilometer tief in die Höhle brachte. Ab hier ging es nur weiter, wenn man eine besondere Erkundungstour gebucht hatte. Aber um ehrlich zu sein hatte es der eine Kilometer schon in sich was die Stalagmiten und Stalaktiten anging. Ich weiß nicht, ob ich schon einmal größere gesehen habe als heute.

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Nach guten 90 Minuten waren wir wieder am Eingang der Höhle angekommen und setzten uns zu unserer Gruppe und Leiterin. Den Berg runter ging es deutlich schneller, da es hier einen Weg mit Treppe gab. Sicher kann man den auch nehmen um den Berg zu besteigen, aber ein Spaß ist das nicht. Das haben wir noch in Ninh Binh gelernt, aber dazu kommen wir erst in ein paar Tagen.

Unten angekommen, warteten die Golfbuggys bereits auf uns, um uns wieder zu unserem Bus zu fahren. Auf der Fahrt haben wir wieder gemerkt, wie wenig Tourismus es hier in Vietnam und besonders im Nationalpark gibt. Kein Vergleich zu den Nationalparks in Amerika, die wir vor 2 Jahren besucht haben.

Am Bus angekommen fuhren wir zur Dark Cave, das Fundorado unter den Höhlen im Nationalpark. Hier gibt es Schlammbäder, Ziplines, Klippensprünge etc. Hier haben wir weitere Leute eingesammelt, die mit uns jetzt zu Mittag essen und danach ebenfalls die Phong Nha Cave besichtigen.

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Da die Phong Nha Cave in der Nähe unseres Homestays war, sind wir mit dem Bus wieder knapp 35 Minuten gefahren um dann in einem kleinen Restaurant an der Ablegestelle der Höhle eine Kleinigkeit zu essen. Ähnlich wie gestern bei uns im Homestay, standen auf dem Tisch mehrere kleine Gerichte von denen jeder nehmen konnte was er wollte.
Das Essen war ganz lecker und es war auch höchste Zeit etwas in den Magen zu bekommen.

Nach dem Essen sind wir dann zu den ganzen kleinen Booten gegangen, mit denen wir  bis zur und durch die Höhle gefahren werden. Die Fahrt mit dem Boot dauerte ca. 20 Minuten bis wir den Eingang zur Höhle erkennen konnten. Es war schon spannend auf die Öffnung zu zu fahren, ohne genau zu wissen was uns erwartet.

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Kurz vor der Höhle wurde der Motor des Bootes abgeschaltet und es ging mit dem Paddel weiter. Uns ist aufgefallen, dass in Vietnam die Leute die die Boote bewegen nur Frauen sind. Warum genau, das wissen wohl nur die Vietnamesen.

In der Höhle war es zwar beleuchtet aber relativ dunkel, wodurch eine ganz besondere Stimmung entstand. Die Tour durch die Höhle ging nochmal knapp 30 Minuten und man konnte neben dem Wasser wieder gigantische Stalagmiten und Stalaktiten bewundern.
Am Ende konnte man das Boot verlassen um ein Stück der Höhle zu Fuß zu begehen.

Welche Höhle uns besser gefallen hat, können wir gar nicht so genau sagen, da sie beide sehr beeindruckend waren und doch komplett unterschiedlich.

Nachdem wir dann wieder zurück zur Anlegestelle gefahren sind verabschiedeten wir uns von unserer Reiseleiterin und fuhren mit dem Bus zurück zum Homestay. Eine kurze Fahrt von max. 10 Minuten.

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Im Homestay angekommen nutzen wir noch die letzten Sonnenstrahlen um ein wenig in den Hängematten im Garten zu entspannen und per Wifi Kontakt in Form von Facetime mit Familie und Freunden aufzunehmen.

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Nachdem wir hier einige Zeit in den Matten verbracht haben zogen wir uns ein paar andere Klamotten an und liehen uns wieder zwei Fahrräder aus um in den Ort zu fahren. Der Plan war ein gutes Restaurant zu finden, was uns dann auch gelungen war. Ein Restaurant in dem man einen Tischgrill bekommen hatte um sein Fleisch zu grillen. Ich hatte leckeres Rind und Lena Hackfleischspieße mit Zitronengras. Als Beilage gab es Gemüse, welches man ebenfalls grillen konnte und einen Mango Chili Salat. Das Essen war sehr gut, genau wie das hauseigene Bier.

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Satt und müde schwangen wir uns dann wieder auf die Räder und fuhren zurück in unser Homestay. Hier war noch einiges los, so dass wir uns entschieden haben noch ein Bier mit den anderen Gästen zu trinken und die ein oder andere Runde Billard zu spielen.

Im Nachhinein fanden wir das Homestay mit am schönsten und familiärsten von all unseren Unterkünften in Vietnam und können es uneingeschränkt weiterempfehlen.

Wann genau wir ins Bett sind wissen wir nicht mehr, aber morgen steht auch kein Programm an. Wir haben uns heute bereits einen Roller für morgen gemietet, mit dem wir einfach durch den Nationalpark cruisen wollen.

Bis morgen!

 

 

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