
In dem Beitrag „Mein Herbstmenü 2018“ habe ich das Menü im ganzen vorgestellt und zu jedem Gang eine Kleinigkeit geschrieben.
Zu dieser ersten kalten Vorspeise fielen folgende Worte:
Die erste Vorspeise geht in die asiatische Richtung. Es ist ein Rezept von Lafer, das ich etwas abgewandelt habe. Den Muskatkürbis habe ich am Vortag in einen heißen Sud aus Reisessig, Honig, Sojasauce, Ingwer und Chili eingelegt. Darin konnte er über Nacht ziehen. Der Gurken-Birnen- Salat wird mit Olivenöl und Wasabi angemacht. Durch die Kombination aus Gurke und Birne bietet die Vorspeise ein tolles Spiel von Frische und Süße. In Lafers Originalrezept wird statt der Birne eine Honigmelone verwendet. Ich habe mich allerdings für die Birne entschieden. Sie ist fruchtig, saftig, süß und ist ein würdevoller Herbstvertreter der Honigmelone. (von der ich eh kein Fan bin (psst)). On top kommen zwei Riesengarnelen, die in einer schönen Panade aus Pankomehl angebraten werden. Garniert habe ich das ganze mit zweierlei Kresse. Die Vorspeise war wirklich toll, weil man den Kürbis mal ganz anders wahrgenommen hat. Sonst isst man ihn ja meistens in gekochter warmer Version als Kürbissuppe, Curry oder Gemüsebeilage. Hier kam das nussige Aroma des Muskatkürbisses richtig schön zur Geltung und der asiatische Touch hat dem Gericht das gewisse Etwas verliehen. Eine sehr empfehlenswerte Vorspeise für alle, die ihren Gästen die Vielfalt des Kürbisses näherbringen möchten und offen gegenüber Neuem sind! Ich bin es- und es hat sich mehr als gelohnt.
Hier das Rezept:
Zutaten:
- ca. 250g Muskat-Kürbis (ich hatte einen Mini-Muskat-Kürbis und habe ich gar nicht gewogen)
- 1 rote Chilischote
- 25 Ingwer
- 100 ml Reisessig
- 2-3 EL Honig
- 1 EL Sojasauce
- 1 Gurke
- 2 Birnen (im Originalrezept: 1/2 Honigmelone)
- 1 TL Wasabipaste
- 2-3 EL Olivenöl
- 8 Riesengarnelen
- Salz, Pfeffer
- Mehl zum Wenden
- 1 Ei
- ca. 100 Panko (asiatische Brotbrösel)
- ca. 100 ml Frittieröl
- Kresse zum Bestreuen
Zubereitung:
1. Kürbis putzen und in dünne Scheiben schneiden. Dies geht am besten mit einer Aufschnittmaschine. Aus den Scheiben Kreise mit ca. 5-6 cm Durchmesser ausstechen. (Das ging bei meinem Mini-Kürbis nicht. Ich habe Vierecke geschnitten (siehe Bilder))
Chili in feine Streifen schneiden, Ingwer schälen und fein reiben. Beides mit Essig, Honig, Sojasoße und 100 ml Wasser aufkochen, Kürbisscheiben in den heißen Sud legen und darin etwa 4 Std. ziehen lassen.
2. Inzwischen Gurke schälen, der Länge nach vierteln, Kerngehäuse wegschneiden. Gurken-Viertel würfeln. Birne schälen und ebenfalls würfeln. Beides mit Wasabi, Olivenöl und 2-3 El von der Marinade gründlich mischen und mit Salz, Pfeffer würzen.
3. Riesengarnelen abbrausen, trocken tupfen, salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Danach in verquirltem Ei wenden, dann in den Brotbröseln panieren und in heißem Öl in einer großen Pfanne goldbraun ausbacken. Garnelen auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.
4. Kürbisscheiben kreisrund leicht überlappend auf Teller legen. In die Mitte den Gurken-Birnen-Salat verteilen, gebackene Riesengarnelen darauf setzen. Etwas von der Marinade mit Chili und Ingwer auf die Kürbisscheiben und den Salat träufeln und mit Kresse bestreut servieren.
Viel Freude beim Nachmachen! 🙂

