
Als Hauptspeise gab es ein Zanderfilet, auf der Hautseite gebraten. Ich hatte mir fest vorgenommen, in diesem Menü kein Püree einzubauen. Ich liebe zwar Pürees, aber momentan gibt es sie wirklich immer und überall – ein absoluter Trend. Also habe ich etwas recherchiert und habe mich für Linsen entschieden. Die gibt es bei mir zwar öfter, nicht aber so bei meinem Vater. Es soll ja schließlich etwas besonderes werden. Und das war es auch. Es war mal etwas anderes und hat super zu dem Fisch gepasst. Ich habe mich dementsprechend für Belugalinsen entschieden, dem Kaviar unter den Linsen. Sie sind besonders edel im Geschmack. Das Linsengemüse beinhaltet zudem einige Möhrchen, Pastinaken und frischen Babyspinat. Dazu gibt es eine Creme aus Meerrettich und passierten Tomaten und knusprige Kartoffelwürfel.
Die Hauptspeise kam total gut an. Sie war schön leicht, immerhin hatten wir schon zwei Vorspeisen und einige Goudaröllchen verputzt. Der Fisch war wirklich von toller Qualität und ohne mich jetzt zu loben – perfekt gebraten – . (Okay es war ein Lob, aber man darf ja auch mal stolz auf sich sein, oder?😏 )
Zutaten
Fisch und Spinat-Linsen
- 500 g Kartoffeln
- 150 g Beluga-Linsen
- 1 Schalotte
- 1 Knoblauchzehe
- Muskatnuss, frisch gemahlen
- 5 El Öl
- 1 Lorbeerblatt
- Salz
- 300 g Baby-Blattspinat
- Wurzelgemüse nach Wahl (ich hatte Möhren und Pastinaken)
- einen guten Schuss Weißwein
- 300 ml Brühe
- 4 Zanderfilets
- 30 g Butter
- Pfeffer
- 1 geh. El Mehl
Meerrettichcreme
- 5 El Milch
- 120 ml neutrales Öl
- 4 El passierte Tomaten
- Salz
- 25 g frischer Meerrettich
- 100 g Schmand
Zubereitung:
- Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Diese dann für ca. 2-3 Minuten in Salzwasser kochen lassen. Die Kartoffeln abgießen und ausdampfen lassen. (Diesen Schritt habe ich bereits am Vormittag erledigt.)
- Für die Meerrettichcreme die Milch lauwarm erhitzen und in einen Rührbecher geben. Mit dem Pürierstab pürieren, dabei das Öl langsam in dünnem Strahl zulaufen lassen, bis eine cremige Mayonnaise entstanden ist. Tomaten unterrühren und mit Salz würzen. Meerrettich schälen, fein reiben, unter die Creme rühren. Schmand unterrühren und abgedeckt beiseitestellen.
- Linsen im Sieb heiß abspülen und abtropfen lassen. Schalotte fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Wurzelgemüse klein würfeln. Schalotten im breiten Topf in 2 El heißem Öl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Knoblauch, Gemüse und Linsen kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen. Lorbeer, Muskat und 300 ml Brühe zugeben, zugedeckt aufkochen und bei milder Hitze 35 Minuten kochen lassen.
- Inzwischen Kartoffeln gut mit Olivenöl mischen, auf einem Backblech verteilen und mit Salz (und Paprika, wie man es gerne mag) würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten braten, dabei zweimal wenden.
- Spinat verlesen, waschen, trocken schleudern und beiseitestellen. Fisch auf der Hautseite mit einem scharfen Messer drei- bis viermal schräg einschneiden. Butter und restliches Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fisch mit Salz und Pfeffer (und Fischgewürz) würzen. Hautseite ins Mehl drücken, überschüssiges Mehl vorsichtig abschütteln. Fisch auf der bemehlten Seite bei mittlerer bis starker Hitze 5 Minuten knusprig braten, wenden und 2-3 Minuten bei kleinster Hitze ziehen lassen. (Ich habe noch eine angestoßene Knoblauchzehe sowie frische Kräuter mit in die Pfanne gelegt)
- Inzwischen den Spinat unter die Linsen heben, zugedeckt zusammenfallen lassen und mit Salz würzen, abschmecken. Hier kann ich leider nicht mehr genau sagen, welche Gewürze ich noch in diesem Gericht genommen habe. Ich schaue immer in meinen Gewürzschrank und überlege, was noch passen könnte.
- Zander auf den Spinatlinsen mit Bratkartoffeln und Meerrettichcreme auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Viel Freude beim Nachkochen

