Nachdem wir gestern einen wirklich wunderschönen Tag im Bryce Canyon verbracht haben geht es heute nach Las Vegas.
Unsere heutige Etappe ist gewaltig und vollgestopft bis oben hin. Ein Zwischenstopp heute ist der Zion Nationalpark.
Da wir in dem Park auch eine kleine Wanderung eingeplant hatten, mussten und wollten wir heute auch früh los.

Kurz vor dem Park mussten wir allerdings erstmal rechts am Straßenrand halten. Zuerst wusste niemand warum wir halten mussten, als jedoch die ersten Teamwagen mit Fahrrädern auf den Dächern an uns vorbei fuhren war es allen klar. Unser Weg zum Zion war ebenfalls ein Stück Etappe eines Radrennens. Zum Glück war es noch früh und das Fahrerfeld noch dicht beisammen, so dass wir nachdem das Hauptfeld an uns vorbei kam direkt wieder unsere Fahrt fortsetzen konnten.
Allerdings war jetzt Geduld gefragt, da der knallgelbe Camaro vor uns nicht schneller fuhr als 20 Meilen und es keine Gelegenheit mehr zum Überholen gab. Letztendlich sind wir aber doch im Zion angekommen. Die ersten Eindrücke aus dem Auto heraus waren schon wirklich beeindruckend, was sich auch später immer weiter bestätigen sollte.
Auf dem Parkplatz angekommen haben wir unser Auto abgestellt und sind in den Shuttlebus eingestiegen. Hier ein Tipp: Da wir sehr früh im Zion waren, hatten wir das Glück noch einen Parkplatz zu ergattern. Gegen Mittag stellte das eine Unmöglichkeit dar. Kein Parkplatz weit und breit – bis in die nächsten Orte war alles besetzt. Also: Quält euch lieber früh aus dem Bett um dem ganzen Frust zu entgehen und einen Parkplatz im oder noch dicht am Park zu bekommen.
Da wir leider nur ein paar Stunden im Zion Nationalpark hatten, entschieden wir uns wohl für den Klassiker unter den Trails zu den Emerald Pools. Gestartet sind wir allerdings mit dem Kayentatrail, welcher nach ein paar Kilometern den Trail zu den Pools kreuzt. Tipp: Dieser Trail ist scheinbar auch sehr bekannt, wir waren jedoch fast alleine unterwegs. So oder so: Eine Empfehlung wert! Geplant war, bis zu den mittleren Pools zu gehen und danach runter zu den Lower Pools.
An den mittleren Pools angekommen hat uns aber der Park mit seinen tollen Aussichten und Wanderwegen so gut gefallen, dass wir es uns nicht haben nehmen lassen auch zu den Upper Pools zu wandern.
Ein Stück das anstrengend war, sich aber definitiv gelohnt hatte. Diese Tour war dann auch (oh Wunder 😉 ) weniger überlaufen. Hier haben wir eine Kleinigkeit gegessen, bevor es den Berg hinunter ging um zu den Lower Pools zu gelangen. Von hier aus war es nur noch ein Katzensprung zur nächsten Shuttle Station wo uns der Bus wieder zum Auto brachte.
Leider mussten wir den Park wieder verlassen, hatten jedoch das große Ziel Las Vegas vor Augen. Aber keine Sorgen lieber Zion, wir sehen uns wieder!
Eine lange Fahrt durch Wüste, zwischen Bergen und an jeder Menge Gestein vorbei. Las Vegas bereits vor Augen machten wir einen kleinen Umweg durch das Valley of Fire. Hier ein Tipp: Das Valley gehört nicht zu den Nationalparks und es kostet 10$ Eintritt. Es gibt keinen Kassierer und man steckt das Geld in einen dafür vorgesehenen Umschlag, reißt seine Quittung ab und steckt ihn in eine dafür vorgesehen Box. Am Ende werdet ihr kontrolliert, ob ihr die Quittung bei euch habt.
Nachdem wir durch das Valley of Fire gefahren sind und wieder auf dem Highway waren, konnte man schon Schemenhaft die Skyline von Las Vegas und dem Strip erkennen. Eine gute 3/4 Stunde später hatten wir das Ziel erreicht und uns auf den Weg zu unserem Hotel, dem „Paris“, gemacht.
Zwei Ehrenrunden später haben wir dann auch endlich das Parkhaus vom Hotel gefunden und unser Auto abgestellt.
Dann „schnell“ einchecken war der Plan, aber in der Lobby angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Ein Schlange soweit das Auge reicht, nur zum einchecken in das Hotel. Knapp 30 Minuten später hatten wir es dann doch geschafft und hielten den Schlüssel in der Hand.
Wieder zurück zum Auto, was schon fast einer Wanderung glich. Quer durch dieses riesige Casino mit seinen ganzen Cafés, Bars, Restaurants und Geschäften. Man fühlte sich tatsächlich als würde man durch eine „rue“ in Paris gehen – wirklich beeindruckend. Am Auto angekommen haben wir alles aus dem Auto in unser Zimmer gebracht.

Schnell geduscht und uns schick gemacht für den Strip und Las Vegas. Da wir heute auch unser Zweijähriges hatten, sind wir essen gegangen. Wir waren im „Mon Ami Gabi“ mit einer Terrasse direkt am Strip und gegenüber vom Bellagio und seinen Wasserspielen.
Das Essen war wirklich sehr gut und eine Flasche Wein später wir auch glücklich. Nach dem Essen haben wir nochmal schnell die Straßenseite gewechselt um uns zwei weitere Wasserspiele anzuschauen. Jetzt ging es dann nach einem langen aber traumhaften Tag total erschöpft ins Zimmer.
