Tag 10 – Der Ring of Kerry…

Heute starten wir früh, der ganze Tag ist verplant und wird verdammt lang…aber so viel kann ich versprechen, auch sehr sehr schön.
Wir drehen heute nämlich unsere Runde auf dem Ring of Kerry. Wer kennt sie nicht, diese immergrünen Hügel mit den Schafen und Lämmern aus der Kerry Gold Werbung.

Wir haben uns dazu entschlossen, den Ring mit dem Uhrzeiger zu fahren, da die Busse und geführte Touren ihn entgegen dem Uhrzeiger fahren. So hat man an den meisten Spots weniger Touristen und die Gefahr hinter einem Bus stecken zu bleiben wird egalisiert. Der einzige aber nur kleine Nachteil ist, dass man auf der Hälfte der Strecke vielen Bussen begegnet und die Straßen relativ eng sind. All das sollte aber einem halbwegs geübten Fahrer keinerlei Probleme bereiten.

Wir starteten also von Killarney in Richtung des Muckross House, ein herrschaftlicher Ansitz am gleichnamigen Muckross Lake. Ein tolles Anwesen mit schönen Gärten…hier hätte man damals sicher gerne gelebt.

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Der Ring führt danach weiter mitten durch den Killarney Nationalpark und vorbei an diversen Fotostopps. Wir fahren die meisten an, da sich echt tolle Aussichten und Ausblicke bieten. Die Straßen sind umgeben von dichten, grünen Bäumen und zwischendurch kann man einen See und Flüsse erkennen. Ein toller Abschnitt, der einem auf Anhieb vergessen lässt, dass man heute den ganzen Tag im Auto verbringen wird.

Kaum haben wir den Nationalpark verlassen, wird es direkt etwas rauer. Wir halten am Molls Gap. Ein Kreuzung die man automatisch überquert wenn man den Ring abfährt. Von hier oben hat man einen Blick über verschiedene Täler, unter anderem das Tal mit den Macgillycuddies Reek im Hintergrund. Eine wirklich mystische Landschaft, sehr schroff aber zugleich auch sehr idyllisch.

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Als nächster Punkt steht die Blackwater Bridge auf dem Programm. Eine alte Brücke mit einem kleinen Wasserfall. Kann man sich angucken, da sie auf dem Weg liegt. Ob es sich lohnen würde einen extra Abstecher dafür zu machen muss jeder für sich selbst entscheiden.
Dafür lohnt der nächste Punkt aber allemal. Das Staigue Stone Fort! Ein Fort aus Stein inmitten der grünen Landschaft. Es sieht toll aus und es ist auch interessant zu sehen, wie die Iren damals ihre Befestigungen gebaut haben. Man muss den Ring of Kerry verlassen um es zu erreichen. Es sind „nur“ 4 Kilometer, über eine sehr schmale Straße, auf der man verloren ist sollte einem ein Auto entgegen kommen. Wir hatten Glück und es ging alles relativ flüssig.

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Weiter ging unsere Fahrt über den Ring of Kerry, zu unserer linken haben wir das Meer und zur rechten Wälder, Weiden und Gesteine. Alles was das wilde Irland zu bieten hat. Wir durchqueren auch unzählige kleine Ortschaften mit dem gewohnt bunt gestrichenen Häusern. In einem der Örtchen stoppen wir auch zum Mittagessen. Wir sitzen auf der Terrasse mit Blick auf einen kleinen Fluß mit Wasserfall. Sehr idyllisch, nur leider wird es ein wenig durch die Qualität des Essens getrübt. Man merkt, dass hier viele Touristen unterwegs sind.

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Die Zeit rennt, dennoch entschliessen wir uns dazu den Ring zu vergrößern und hängen den Skellig Ring mit dran. Eine Route die an den Klippen und den bekannten Skelligs vorbei führt. Der wohl bekannteste ist der Skellig Michael. Eine Insel mit dem wohl bekanntesten und am schwersten erreichbaren Kloster Irlands. Heute kennt man die Insel aber aus der neuen Star Wars Trilogie. Hier treffen Rey und der gealterte Jedi Luke Skywalker das erste mal aufeinander.

Auf dem Skellig Ring, machten wir auch noch einen außerplanmäßigen Stop. Man konnte Klippen besichtigen. Es gab einen kleinen Parkplatz und einen kleinen Weg hoch zu den Klippen. Kurz bevor wir die Klippen erreicht haben stand eine kleine Hütte. Wie bereits bemerkt muss man hier für alles zahlen. Mit 4 GBP pro Person schon fast ein Schnapper.
Ähnlich wie bei den Cliffs of Moher war es sehr beeindruckend. Man konnte ein wenig den Wind und die Aussicht genießen.

Weiter geht es in Richtung Valentia Island, welche zwar auf unserem Plan stand, aber aus Zeitmangel nicht mehr machbar gewesen ist.
Man sollte, wenn man die Zeit hat gerne mehr Tage für den Ring einplanen. Denn nicht nur die Zeit wurde eng, auch die Aufnahmefähigkeit ließ bei uns schwer nach.

Inzwischen kam auch der Hunger und wir wollten wieder ins Hostel um danach noch was zu Essen.
Wir fuhren nur noch ein Paar Fotostopps ab und hielten in Killorglin, ein Ort die einen Geißbock als König hat. Als eingefleischter FC Fan ein „Muss“ hier zu stoppen und die Skulptur zu streicheln.

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Nachdem alles abgearbeitet und erledigt war ging es auf die letzten Kilometer. Die Magen knurrten und die Beifahrer wurden immer müder. Gut, dass wir das Ziel des Tages gleich erreicht haben.

Im Hostel angekommen haben wir uns nur kurz frisch gemacht um heute noch einmal Irische Live Musik zu erleben und etwas zu essen.
Morgen werden wir Irland und unsere beiden Begleiter vorerst verlassen.

Der Tag heute war sehr anstrengend aber auch sehr schön. Wir haben viel gesehen und auch eine Menge Eindrücke gesammelt. Leider ist ein Tag zu wenig um die ganzen Schönheiten des Ringes zu besichtigen. Wir sind ja noch jung und kommen sicher wieder.

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